Mexiko 2003
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Damit die Seite nicht so leer erschein hier nun der Auszug aus einem Mail an die Lieben zu Hause, gesendet aus Mexiko, da Postkarten nur sehr zögerlich ankommen.


Liebe bedauernswerte Daheimgebliebene,

verbunden mit den allerherzlichsten Grüßen kommt hier auf vielfachen Wunsch ein kleiner Bericht über unser Tun und Treiben in Mexiko (auch an diejenigen, die sich das nicht gewünscht haben).

In Frankfurt fing unser Urlaub zu meiner grimmigen Befriedigung damit an, dass unser Flug 2 Stunden Verspätung hatte. Mir war ja von Anfang an klar, dass wieder mal alles schief gehen würde. Der nächste und um ein Vielfaches härte Schlag traf mich im Flugzeug als ich feststellte, dass im Bordshop die West light von €14,90 auf €12,90 runtergesetzt waren, nachdem ich gerade im Flughafen €20,50 für Marlboro lights bezahlt hatte. Supergeschäft gemacht!!

Es ist mir gelungen, eine volle Viertelstunde zu schlafen, und damit blieb mir dankenswerterweise viel Zeit, mich vor der Einreise zu gruseln, die im Dezember mit 1-stündigem Anstehen in einer unüberschaubar langen Menschenschlange verbunden war.

Irgendwann im Verlaufe des Fluges müssen wir dann durch einen gigantischen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum geflogen sein, denn uns erwartete in völlig neues und verändertes Mexiko. Da außer uns keine Maschine gelandet war, konnten wir sofort durchgehen zu den in grosser Anzahl vorhandenen Einreisebeamten. Die einzige Verzögerung wurde verursacht durch Hirnerweichte Idioten, die nicht in der Lage waren, die Einreiseformulare korrekt auszufüllen: Zum Glück hat mich der herzensgute Beamte mit meinem unvollständigen Formular nicht zurückgeschickt und damit dem Hohn und Spott der Mitreisenden ausgesetzt. Ich durfte die fehlenden Angaben direkt bei ihm am Pult ergänzen.

Die nächste Veränderung traf uns ebenso unvorbereitet: Hier sind ausnahmslos alle Hotelangestellten unglaublich freundlich, fröhlich und zuvorkommend. Man kann den Morgenkaffee gar nicht so schnell trinken, wie er nachgefüllt wird. Meine anfängliche Befürchtung, es könne sich hier um den getarnten Außenposten einer feindlichen Spezies handeln (wie bei Kampfstern Galactica, wo die Touristen erst verhätschelt und dann verspeist werden), hat sich mittlerweile etwas gelegt.

Die bislang einzige feindliche Handlung wurde mir durch einen Einsiedlerkrebs zuteil, den ich unaufgefordert vom Pool zum Strand tragen wollte. Der possierlich kleine Racker hat mir derartig in den Daumen gehackt, dass ich einen riesigen Bluterguss davon getragen habe, der jetzt von Tag zu Tag eine interessantere Färbung annimmt. Ich gehe inzwischen davon aus, dass der Tipp aus dem Reiseprospekt, beim Baden im Meer besser Badeschuhe zu tragen, sich nicht auf etwaige Felsen unter Wasser sondern auf wahnsinnige Killerkrabben bezieht.

Mit besonderer Freude sehen wir unserer Rundreise, die morgen beginnt, entgegen. Wobei meine Freude etwas dadurch getrübt wird, dass ich beim Einpacken von Strümpfen zum Schutz vor blutig gelaufenen Füßen nicht ganz mitgedacht habe. Ich stehe jetzt vor der schwere Wahl, mich entweder ohne Strümpfe körperlich zu verstümmeln, oder den letzten Rest meiner Selbstachtung aufzugeben, indem ich das modische Wagnis eingehe kurze Hosen und Sandalen mit schwarzen Nylonkniestrümpfen zu kombinieren.

Falls ich mich für letzteres entscheide, wird Haralds Kamera wohl einen mysteriösen absolut tödlichen Unfall erleiden.

 

Ansonsten sind Hotel und Wetter tiptop, wobei letzteres für mich ja keinerlei Relevanz hat. Ich bin bei jedem Wetter gutgelaunt und weiss mich immer sinnvoll zu beschäftigen.

Falls die ganze Nachricht den Eindruck von grenzenloser Egozentrik erweckt, liegt das nur daran, dass einer von uns beiden sich beim Verfassen derselben vornehm zurückgehalten hat. Um einen gewissen Ausgleich zu schaffen: Harald hat sich den Kopf verbrannt!

 

Zuletzt aktualisiert am : Samstag, 18 September 2004  Fragen zur Homepage bitte an Webmaster@anette-harald.de